Gute Vorsätze fürs neue Jahr – Alles Quatsch?

Das neue Jahr ist noch keine zwei Wochen alt und  die ersten Vorsätze fürs neue Jahr sind wahrscheinlich schon über Bord gegangen. Wie sinnvoll sind gute Vorsätze zum Jahreswechsel überhaupt und wie schafft man es, diese auch langfristig umzusetzen? Genau darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Neues Jahr als Neuanfang

Kein Zeitpunkt ist wahrscheinlich so populär und auch so gut geeignet, um sein Leben auf Vordermann zu bringen, wie der Jahreswechsel. Die Tage und Wochen zuvor regen viele zum Nachdenken über das vergangene Jahr und das eigene Leben an. Denn unsere Einteilung von Zeit in Jahren, die mit dem 31. Dezember enden und mit dem 1. Januar beginnen, lässt uns unweigerlich eine gewisse Endzeitstimmung verspüren.

Wieder ist ein Jahr vergangen und mein Leben ist nicht in allen Bereichen, so, wie ich es gern hätte. Das wird im neuen Jahr definitiv anders. So oder so ähnlich klingen viele Selbstgespräche in dieser Zeit. Viele beschäftigen sich mit Fragen, wie: Was lief im vergangenen Jahr gut und was war weniger gut? Wie stelle ich mir mein Leben vor? Was will ich in  meinem Leben verändern?

Mit dem neuen Jahr macht sich dann eine gewisse Aufbruchsstimmung breit. Wir haben das Gefühl, dass wir den Reset-Knopf drücken und von vorn beginnen können. Die Motivation scheint grenzenlos. Wir sind voller Elan und können es kaum erwarten, endlich loszulegen. Egal ob 15 Kilo abnehmen, einen Halbmarathon laufen, öfter das Fahrrad statt dem Auto nehmen oder einfach mehr Zeit mit der Familie verbringen – dieses Jahr wird alles anders.

Das böse Erwachen lässt aber meist nicht lange auf sich warten.

Ziele statt Wünsche

Tatsächlich gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass bei 80% der Veränderungswilligen gute Vorsätze bis spätestens Mitte Februar schon wieder über den Haufen geworfen wurden. Das Problem mit guten Vorsätzen ist, dass sie meist gar keine Vorsätze, sondern vielmehr Wünsche und Hoffnungen sind, wie unser Leben am besten sein sollte.

Anstatt zu träumen sollten wir lieber echte Ziele setzen. Das heißt vor allem, dass wir wirklich dahinterstehen und uns im Klaren darüber sind, was das bedeutet. Ja, es wird Entbehrungen geben und sicherlich nicht leicht werden, aber ich will das wirklich.

Eines nach dem anderen

Du kannst ja selbst einmal kurz überlegen, was alles auf deiner Wunschliste fürs neue Jahr steht. Vermutlich mehr als eine Sache und wahrscheinlich eine ganze Handvoll. Auch wenn wir uns am Anfang des Jahres auf einem absoluten Motivationshoch befinden, weicht dieses schnell Überforderung und Ernüchterung, wenn wir feststellen, dass unsere Vorsätze nicht ganz im realistischen Rahmen waren.

Anstatt völlig überfordert das Handtuch zu werfen, macht es Sinn, sich nicht zu viel vorzunehmen. Welche Gewohnheit oder welches Verhalten stört mich am allermeisten? Damit sollten wir beginnen und den Rest erst einmal lassen, wie er ist. Damit sind wir schließlich auch durchs letzte Jahr gekommen. Kleine Veränderungen lassen sich viel leichter realisieren als die Umstellung des ganzen Lebens.

Hab Verständnis für dich selbst

Mit den guten Vorsätzen kommt immer auch die Erwartung an sich selbst, dass alle Veränderungen sofort klappen und dadurch alles besser wird. Das ist aber meist nicht der Fall. Gewohnheiten zu verändern braucht viel Zeit und Rückschläge sind vorprogrammiert. Das ist ganz normal. Ansonsten hätten wir unser Leben ja schon ohne weiteres früher geändert. Wer an dieser Stelle zu streng mit sich selbst ist, wird schnell unzufrieden und gibt zu früh auf. Dann zweifeln wir schnell an unsere Willensstärke und unserem Können.

Nehmen wir die Veränderungen von Gewohnheiten vielmehr als Chance und Experiment, neue Verhaltensweisen auszuprobieren, anstatt als Pflichtprogramm, finden wir oftmals einen leichteren Zugang. Auch Rückschläge werfen uns nicht mehr so leicht aus der Bahn.

 

Auf den Punkt

Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, um unliebsame Gewohnheiten zu verändern und neue Ziele in Angriff zu nehmen. Aus psychologischer Sicht fühlt es sich wie ein Neuanfang an, der uns erlaubt, von vorn zu beginnen, und der uns mit viel Motivation und Elan versorgt.

Dabei tappen wir allerdings in einige Fallen, die dafür sorgen, dass wir unsere Vorsätze schon im Februar über Bord werfen. Die folgenden Strategien können helfen, gute Vorsätze dauerhaft umzusetzen:

  • Ziele statt Wünsche
  • Eines nach dem anderen
  • Hab Verständnis für dich selbst

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