Zusatzstoffe machen dick – der heimliche Feind in unserem Essen (Teil 1)

Sicherlich ist es schon einigen von uns im Leben so ergangen: Da rennst du regelmäßig in die Muckibude und machst stundenlang den Hampelmann, quetscht dich in extra enganliegende Sportbekleidung, um Ziel und Motivation ja nicht aus den Augen zu verlieren, achtest peinlichst genau darauf, was du dir zwischen die Kauleisten schiebst, während dein Bauch sich über jeden Krümel freut, der auch tatsächlich unten ankommt. Im Idealfall trackst du deine Ernährung sogar peinlichst genau per App oder Diätbuch. Und doch kommst du einfach nicht in Form – zumindest nicht in die, die du willst; schlimmstenfalls nimmst du sogar zu. Jetzt mal im Ernst: Das ist doch scheiße!

Aber wie kann das sein? Wie kann es sein, dass wir trotz dieser manchmal schon fast an körperlicher Misshandlung grenzenden Tortur nicht ab- sondern sogar noch zunehmen? Dabei können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Einer, den wir dabei gern übersehen, sind versteckte Stoffe in unserem Essen. Denn wie immer steckt auch hier der Teufel im Detail.

Zusatzstoffe in unserem Essen

In diesem Artikel soll es nicht um den berühmtberüchtigten Jo-Jo-Effekt gehen, der bei falschem Abnahmeverhalten gnadenlos zurückschlägt. In diesem Fall geht es um ein fast noch gänzlich unbekanntes Phänomen: Die Programmierung unseres Gehirns auf Dicksein. Zugegebener Maßen ist die Einleitung ziemlich drastisch, schon fast reißerisch. Aber eben auch wahr. Allerdings soll es in diesem Beitrag nicht nur darum gehen, warum manch ein Körper trotz größter Anstrengungen nicht schrumpfen will. Vielmehr wollen wir allgemein auf Dickmacher schauen, die die wenigsten als solche auf dem Schirm haben: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Tatsächlich ist es so: Zusatzstoffe machen dick.

Zusatzstoffe sind jedem bekannt. Es sind – wie der Name verrät – Stoffe, die unserer Nahrung zugesetzt werden. Das kann sowohl gezielt als auch unabsichtlich passieren. Absichtlich hinzugefügte Zusatzstoffe werden eingesetzt, um unsere Lebensmittel positiv zu beeinflussen: sie dienen als Geschmacksverstärker, als Konservierungs- und Farbstoffe sowie als – vermeintlich – gesündere Ersatzmittel. Oft und gezielt verwendete Zusatzstoffe, die im Zusammenhang mit Gewichtszunahme stehen sind:

  • Süßungsmittel
  • Geschmacksverstärker
  • Konservierungsstoffe

Darüber hinaus gibt es Stoffe, die in Lebensmitteln nichts zu suchen haben, die dennoch ungewollt –  ausversehen und indirekt – hineingelangen. Zu den Dickmachern zählen hauptsächlich:

  • Beschichtungen
  • Weichmacher
  • Pestizide
  • Schwermetalle
  • Perfluorierte/Polyfluorierte Chemikalien
  • Antibiotika

Soweit so gut. Doch wie nun können uns Diät-Cola, Mineralwasser, Obst und Tofuwurst dick machen?

Die Macht unseres Gehirns

Das menschliche Gehirn ist eine Meisterleistung der Natur. Erst diese graue Masse befähigt uns zu all dem, was wir tun und sind. Doch sie steuert nicht nur komplizierte Bewegungen, Kommunikation und Fortpflanzung sondern auch uns; ohne dass wir es bemerken oder beeinflussen könnten. Wir benutzen unser Hirn für das tagtägliche Leben. Dabei benötigt dieser biologische Supercomputer riesige Mengen an Energie, für ein reibungsloses Funktionieren. Um diese zu bekommen, benutzt es wiederum uns. Forscher fanden heraus, dass es verschiedene Systeme innerhalb dieser Schaltzentrale gibt, die alle nur ein Ziel verfolgen: maximale Energiegewinnung. Zu diesem Zweck zwingt unser Gehirn den Körper, so viele Kalorien – in Form von Nahrung – wie möglich aufzunehmen. Das Problem: Bei diesem als „Hungry Brain Syndrom“ bekannten Phänomen wirkt Nahrung wie eine Droge. Je mehr wir essen, desto mehr verlangt unser Gehirn.

Doch die Schuld liegt nicht allein bei unserem Gehirn. Denn, wie heißt es so schön, „Du bist was du isst!“. Entsprechend kommt es auch darauf an womit wir unser Gehirn füttern bzw. womit eben nicht. Denn viele der von uns konsumierten Zusatzstoffe haben zwei Dinge gemeinsam: Sie gaukeln zum einen unserem Gehirn eine Energiezufuhr vor, die gar nicht stattfindet. In dem Moment, wo es den Beschiss merkt, schlägt es gnadenlos zurück; mit Heißhungerattacken. Auf der anderen Seite machen viele dieser dem Essen zugefügten Mittel süchtig – sie manipulieren unser Gehirn und trichtern diesem ein, dass es mehr davon will. Es ist ein Teufelskreis: Wir nehmen Stoffe auf, die das Hirn dazu verleiten noch mehr zu essen und zu trinken wobei die Suchtstoffe dazu führen, dass wir immer wieder auf die Manipulierer zurückgreifen.

So geht’s weiter

Im nächsten Beitrag zum Thema Zusatzstoffe machen dick werfen wir einen genaueren Blick auf konkrete Stoffe, die unserem Essen beigemischt werden oder sich unbeabsichtigt darin befinden. Wir gehen der Frage nach, wie das eigentlich funktioniert und was diese Stoffe in unserem Körper verursachen.

 

Auf den Punkt

Unser Gehirn braucht enorme Mengen Energie. Um sicherzustellen, dass es diese auch bekommt, manipuliert es uns und zwingt unseren Körper, so viel Nahrung wie möglich aufzunehmen. Zu viel Energieaufnahme bei gleichzeitig zu wenig Bewegung führt zu Übergewicht. Dennoch kann es auch trotz diszipliniert durchgeführten Sporteinheiten und einer kontrollierten Ernährung sein, dass wir unser angestrebtes Ziel (Fettabbau > Abnahme) nicht oder nicht vollständig erreichen. Schuld daran sind Lebensmittelzusatzstoffe, die wir – trotz vermeintlich akribischer Analyse unserer Mahlzeiten – nicht auf dem Schirm haben. Diese Zusatzstoffe beeinflussen unseren Stoffwechsel und manipulieren die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper – wir essen mehr. Problematisch ist vor allem, dass viele dieser Zusatzstoffe nicht nur absichtlich unserer Nahrung hinzugefügt werden, sondern auch unbeabsichtigt in dieser landen.

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